Tartuffe; Foto: Barbara Braun/drama-berlin.de Tartuffe; Foto: Barbara Braun/drama-berlin.de

Der geteilte Himmel

Schaubühne am Lehniner Platz im Januar

Thomas Ostermeiers Inszenierung Die Ehe der Maria Braun nach der Vorlage von Rainer Werner Fassbinder – sie hatte im Jahre 2007 an den Münchner Kammerspielen Premiere – wird ab 31. Dezember in neuer Besetzung mit Ursina Lardi in der Titelrolle wieder gezeigt. Mit Lars Noréns Ehedrama Dämonen fängt das neue Jahr an der Schaubühne turbulent an. Thomas Ostermeier hat das tragikomische Zusammentreffen zweier Paare, das zunächst freundlich beginnt und in einem Inferno der Demütigungen, sexuellen Provokationen und Entgleisungen kulminiert, mit einem famosen Schauspieler-Quartett inszeniert: mit Cathlen Gawlich, Eva Meckbach, Tilman Strauß sowie Lars Eidinger. Der gefragte Theater- und Film-schauspieler ist in diesem Monat auch wieder als Prinz Hamlet und in Michael Thalheimers Inszenierung von Molières Stück Tartuffe zu erleben. Darin brilliert Eidinger als religiöser Heuchler Tartuffe, der die Gutgläubigkeit des naiven Orgon (Ingo Hülsmann) missbraucht, um sich persönlich zu bereichern.

Armin Petras’ Bühnenadaption von Christa Wolfs Erzählung Der geteilte Himmel hat am 13.1. mit Jule Böwe, Tilman Strauß und Kay Bartholomäus Schulze Premiere. Erzählt wird eine berührende Liebesgeschichte unmittelbar vor dem Mauerbau. Manfred ist Chemiker, Rita will Lehrerin werden. Als seine Entwicklungen von DDR-Wirtschaftsfunktionären abgelehnt werden, geht er in den Westen. Rita versucht, ihn zur Heimkehr zu bewegen, und geht allein in die DDR zurück. Kurz darauf ist die Grenze geschlosssen, und das Paar ist getrennt …