George Bizets Carmen

Packende Neuinszenierung in der Deutschen Oper

Mit der Titelheldin seiner 1875 in Paris uraufgeführten berühmten Oper ‘Carmen’, die auf einer Novelle von Prosper Mérimée basiert, hat Georges Bizet eine der faszinierendsten Figuren der Musikgeschichte geschaffen. Verführerisch und geheimnisvoll, zugleich von einem unersättlichen Freiheitsdrang beseelt, ist sie das Gegenbild zum romantischen Frauenideal von Opferbereitschaft und Treue. Ole Anders Tandberg inszeniert den Opernklassiker mit der Mezzosopranistin Clémentine Margaine in der Titelrolle und mit Charles Castronovo als Don José.

Die Neuinszenierung eines Opernklassikers

Alles andere als romantisch ist auch die Umgebung in der sich diese Liebesgeschichte abspielt. Umgeben von Schmugglern und Soldaten, Arbeitern und Dirnen, zählt das Recht der Stärkeren und Unterlegene gehen gnadenlos unter. Eine Welt, in der Sergeant Don José mit seinem bürgerlichen Ideal von Liebe ein Fremdling bleibt der zum Scheitern verurteilt ist. Mit der realistischen Milieubeschreibung und dem illusionslosen Blick auf die Trostlosigkeit der menschlichen Existenz steht Bizet in einer unmittelbaren Nähe zu den Romanen eines Émile Zola. Entgegen dem Klischeebild vieler Aufführungen ist Georges Bizets Spanien ein Ort, der die Hässlichkeit der Armut in hellem Licht zeigt. Die Uraufführung wurde zunächst ablehnend aufgenommen. Bald darauf wurde ‘Carmen’ jedoch zu einem der größten Erfolge der Operngeschichte, den der Komponist aber nicht mehr erlebte. Nur drei Monate nach der
Premiere starb Bizet im Alter von 36 Jahren.

Eine Paraderolle für Clémentine Margaine

Bis heute ist ’Carmen’ eine der beliebtesten und meistaufgeführten Opern. Grund für die Popularität des Werks ist nicht nur die packende Geschichte sondern auch die Musik: die Rhythmen von Habanera und Seguidilla, die die Titelheldin begleiten, und die Melodie der ‘Blumenarie’, mit der Don José Carmen seine Liebe erklärt. Nicht zu vergessen das musikalische Echo, das der Stierkampf in den Chorszenen und in der Auftrittsarie des Toreros Escamillo findet. Für den norwegischen Regisseur Ole Anders Tandberg, der an der Deutschen Oper bereits erfolgreich Dmitri Schostakowitschs ‘Lady Macbeth von Mzensk’ inszeniert hat, ist dieses glühende, blutfarbene Andalusien kein folkloristischer Rahmen, sondern prägend für das Spannungsverhältnis zwischen Realismus und Symbol, das in ‘Carmen’ immer präsent ist. Seine Titelheldin ist nicht das Abziehbild einer Femme fatale, sondern eine Frau, hinter deren Freiheitsdrang sich auch die Scheu vor esten Bindungen verbirgt. Für die junge charismatische französische Sängerin Clémentine Margaine ist ‘Carmen’ eine Paraderolle, in der sie schon mehrmals brillierte. Mit Charles Castronovo, Heidi Stober als Micaëla und Markus Brück als Escamillo steht ihr ein exzellentes Ensemble zur Seite. Tandberg, der zu den profiliertesten Theater- und Opernregisseuren Skandinaviens zählt, hat sich vorgenommen, die elementaren Triebkräfte in Georges Bizets Meisterwerk wieder spürbar zu machen.


Premiere: 20. Januar 2018, 19:30 Uhr
Opernwerkstatt mit Probenbesuch (€ 5,-) am 10. Januar 2018, 18:30 Uhr

Gewinnen Sie 3×2 Karten für den 27. Januar, 19:30 Uhr! Schreiben Sie uns eine E-Mail oder schicken Sie uns eine Karte an unsere Postanschrift. Den Betreff Carmen und Ihre Adresse bitte nicht vergessen! (Die Verlosung richtet sich an NutzerInnen ab 18 Jahre. Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen.) Einsendeschluss: 17. Januar
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