Anne Vallayer-Costers Stillleben ist luxuriös und bodenständig zugleich. © bpk/Gemäldegalerie, SMB, Foto: Jörg P. Anders Anne Vallayer-Costers Stillleben ist luxuriös und bodenständig zugleich. © bpk/Gemäldegalerie, SMB, Foto: Jörg P. Anders

Altes Museum: Fleisch

Objekte aus 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte

Fleisch: Gerade noch bewegliche Grundlage des Lebens, plötzlich verwesende Substanz – für die einen abstoßend und für die anderen Nahrung oder Opfergabe an die Götter. Fleisch offenbart überdeutlich den allgegenwärtigen Konflikt zwischen dem Leben und dem Tod in der menschlichen Kultur. Die Bedeutung des Fleisches im Spannungsfeld zwischen seinem Entstehen und Vergehen ist dabei paradox.

Nach der erfolgreichen Ausstellung ‘Bart’ im Neuen Museum auf der Museumsinsel und ‘Alchemie’ am Kulturforum folgt nun ab 1.6. die thematisch übergreifende Schau ‘Fleisch’ im Alten Museum, in der 12 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin pointiert Objekte einander gegenüber­stellen. ‘Fleisch’ wirft den kulturgeschichtlichen Blick auf die Substanz und bringt dabei Objekte und Geschichten aus 5.000 Jahren zusammen.

Ob Tontafeln oder archäologische Objekte, Gemälde, Videos, ein Rundaltar mit Geweihen aus Pergamon oder Skulpturen, die den Körperkult der Jugend u. Schönheit thematisieren: Fleisch ist weit mehr als ein Nahrungsmittel mit kulturhistorischer Tradition. Selbst wenn das Steak zukünftig aus dem Labor stammt, wird es in den nächsten Jahrhunderten allgegenwärtig bleiben.


Veranstaltungsdaten: Vom 01.06.-31.08.2018

Weitere Informationen finden Sie hier.