Katharina Thalbach (1992); Foto: © david baltzer/bildbuehne.de Katharina Thalbach (1992); Foto: © david baltzer/bildbuehne.de

„Hase Hase“ in der Komödie im Schiller Theater

Wiederaufnahme der Hommage an die Familie vom 18.1. bis 24.2.

Eine Hommage an die Familie im doppelten Sinn. Auf der Bühne im Schiller Theater versammelt sich in der Komödie „Hase Hase“ von Coline Serreau die weitverzweigte Theater-Familie des langjährigen Lebensgefährten der Autorin und großen Regisseurs Benno Besson: der gemeinsame Sohn Nathanaël, dessen Halbbrüder Philippe und Pierre Besson und Benno Bessons Tochter Katharina Thalbach samt Tochter Anna und Enkelin Nellie. Mit von der Partie: die Enkelin von Brecht und Weigel – Johanna Schall.

Katharina Thalbach als Sonntagskind Hase

Manch einer wird sich noch an Benno Bessons legendäre Inszenierung der Komödie seiner Lebensgefährtin am Schiller Theater im Jahr 1992 erinnern. Coline Serreau hatte bereits bei der Uraufführung 1986 in Genf und ein Jahr später in Paris die Rolle der Mutter gespielt. In Berlin verkörperte Ursula Karusseit, Benno Bessons Ex-Frau und Mutter von Pierre, diese Rolle. In der Neuinszenierung wird er den Part der Mutter übernehmen. Katharina Thalbach überzeugte damals als Hase und steht auch diesmal wieder als das Sonntagskind auf der Bühne, das mit zwei großen Vorderzähnen auf die Welt kam und Kontakt zu Außerirdischen pflegt. Bessons Inszenierung über eine ganz besondere Familie war ein Riesenerfolg und stand bis zur Schließung des Schiller Theaters 1993 auf dem Spielplan. Nach 27 Jahren zeigt die Komödie am Kurfürstendamm „Hase Hase“ noch einmal im Schiller Theater – dieses Mal übernimmt Coline Serreau selbst die Regie des Stücks, dessen Text sie aktualisiert hat.

Anarchische Komödie mit Außerirdischen

Im Zentrum der anarchischen Komödie steht Familie Hase. Die Eltern können endlich etwas aufatmen. Drei ihrer fünf Kinder sind aus dem Haus: Sohn Jeannot hat einen guten Job bei der EU, Tochter Marie ist verheiratet, und ihre Schwester Lucie hat ebenfalls Hochzeitspläne. Papa Hase wird bald eine ordentliche Rente bekommen, der älteste Sohn Bébert ist dabei, sein Medizinstudium abzuschließen, und das jüngste Kind, Hase, ist ein Mathegenie. Dass Hase Kontakt zu Außerirdischen hat, das ahnt niemand … Das kleine Glück der Hases währt nicht lange, plötzlich kommt alles anders als erwartet. In ihre kleine Wohnung kehren nach und nach alle Kinder zurück und suchen bei den Eltern Unterschlupf. Doch trotz der Enge und Bedrohungen von außen hält die kleine Gemeinschaft fest zusammen. Mutter Hase steuert das Schiff mit fester Hand durch den Orkan. Sie besorgt Matratzen, sie kocht für die ganze Bagage, wimmelt Gerichtsvollzieher und die Polizei ab und findet auch noch Platz für ihre einsame Nachbarin, Madame Duperri, obwohl die Wohnung aus allen Nähten zu platzen droht. Die Rolle dieser Nachbarin übernimmt Johanna Schall, und ihre Schwester Jenny Schall entwirft die Kostüme. Beider Großvater Brecht hatte eng mit Besson zusammengearbeitet. Auch Markus Völlenklee gehört zu diesem einzigartigen Ensemble. Er stand schon in Bessons legendärer Aufführung 1992 auf der Bühne. So wird Coline Serreaus Inszenierung im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Familienangelegenheit.

Coline Serreau – Autorin und Regisseurin

Die französische Autorin und Regisseurin ist vor allem durch ihre Kinofilme international bekannt geworden. „Drei Männer und ein Baby“ von 1985, bei dem sie Drehbuch sowie Regie übernahm, gehört zu ihren größten Erfolgen. Der Film wurde mit drei Césars ausgezeichnet und als bester fremdsprachiger Filmbeitrag – sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe – nominiert. „Hase Hase“ (OT: „Lapin Lapin“) ist Serreaus erstes Bühnenstück. Ihm folgten weitere wie „Weißalles und Dickedumm“ (OT: „Quisaitout et Grobêta“), für das sie fünf Molières erhielt. Freuen Sie sich nun auf eine verrückte Familienkomödie, die politisch und gesellschaftlich aktueller denn je ist.


Termine: 18. und 19.1. (Voraufführungen), vom 20.1. (Premiere) bis 24.2. Eintritt: € 13,- bis € 47,-.

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