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25 Jahre Fall der Berliner Mauer

Ausstellung in den Potsdamer Platz Arkaden

Seit dem 4. September wird in den Potsdamer Platz Arkaden eine Ausstellung mit dem Titel ’25 Jahre Fall der Berliner Mauer‘ präsentiert. Bis zum 9. November wird das Leben der Menschen im Schatten der Mauer und der Alltag in Ost- und Westberlin während der deutschen Teilung dokumentiert. Die Grenzöffnung am 9. November 1989 und das anschließende Zusammenwachsen der Stadt mit der Neugestaltung des Potsdamer Platzes bilden weitere thematische Kapitel.

Die Schau zeigt Originalobjekte aus der Zeit des Mauerbaus und szenische Darstellungen des Grenzalltages. Ausstellungstafeln bieten Informationen; Videoprojektionen und zum Teil bislang unveröffentlichte Fotos gewähren einen differenzierten Blick auf die Geschichte vom Bau bis zum Fall der Mauer. Einige der in der Ausstellung gezeigten Filmsequenzen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Gleich am Haupteingang der Potsdamer Platz Arkaden überrascht ein originalgetreuer Nachbau eines Grenzwachturms. Authentisch wirkende Figuren in Originaluniformen der Grenztruppen der DDR und der Alliierten schauen durch Ferngläser auf Stacheldraht, Panzersperren, Grenzschilder und einen Trabi-Kübelwagen der NVA. Ein entscheidender Satz auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989 in Ost-Berlin veränderte die Welt: Reisefreiheit … ich glaube, das gilt ab sofort. Außerdem Ulbricht 1961: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Diese und andere historische Tondokumente wurden aus verschiedenen Archiven zusammengetragen
und verschaffen bewegende Hörerlebnisse. Video-Highlights sind Mitschnitte eines Hubschrauberfluges entlang der Mauer mit allen 1990 noch existierenden Grenzanlagen und eine Aufnahme des legendären Friedenskonzertes von Udo Lindenberg im Oktober 1983 in Ost-Berlin. Durch sein nicht angepasstes Verhalten während seines Auftritts darf der Rocker keine weiteren Konzerte in der DDR geben. Lindenberg gibt sich damit nicht zufrieden, will provozieren und schickt Honecker eine abgetragene Lederjacke. Dieser gibt sich daraufhin betont locker und revanchiert sich mit einer Schalmei.

Vor dem Haupteingang der Arkaden stehen vier Mauersegmente. Der Künstler Thierry Noir hat die Mauerteile am Eröffnungstag der Ausstellung in seinem gewohnten Graffiti-Stil gestaltet. Zusammen mit Künstlern aus aller Welt tat er das schon kurz nach dem Mauerfall mit einem 1,3 Kilometer langen Mauerrest – der East Side Gallery.

Die Ausstellung wird zweisprachig in deutscher und englischer Sprache präsentiert.