Quecksilberquelle aus dem Samen Shivas, Guler (Pahari), um 1770, Deckfarbenminiatur, Koblenz, Sammlung L. Habighorst, © Sammlung L. Habighorst, Koblenz (Ausschnitt) Quecksilberquelle aus dem Samen Shivas, Guler (Pahari), um 1770, Deckfarbenminiatur, Koblenz, Sammlung L. Habighorst, © Sammlung L. Habighorst, Koblenz (Ausschnitt)

Alchemie. Die Große Kunst

Berliner Kulturforum

Die groß angelegte Ausstellung im Berliner Kulturforum beleuchtet das Verhältnis von Kunst und Alchemie auf rund 800 Quadratmetern. Gezeigt werden mehr als 200 Exponate aus über 3000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin und der Staatsbibliothek, ergänzt durch herausragende Leihgaben namhafter internationaler Institutionen.

Die Alchemie ist ein Schöpfungsmythos und künstlerischem Schaffen daher wesensverwandt – diese Idee durchzieht alle Epochen und Kulturen, sie berührt die alchemistische Theoriebildung ebenso wie die künstlerische Praxis. Eine Ausstellung zur Kunst der Alchemie ist daher wie geschaffen für die Staatlichen Museen zu Berlin, deren Bestände von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart reichen. Die Alchemie ist ein Universalthema für ein Universalmuseum.

Die von Jörg Völlnagel kuratierte Ausstellung „Alchemie. Die Große Kunst“ verfolgt diese unterschiedlichen Ausprägungen in der künstlerisch-handwerklichen Praxis und der visuellen Kultur von der Antike bis zur Gegenwart anhand von drei Sektionen: SCHÖPFUNG ist den Ursprüngen der Alchemie gewidmet und zeigt den Einfluss alchemistischer Technologien auf die künstlerische Praxis. SCHÖPFER stellt das Wirken des Alchemisten in den Mittelpunkt, präsentiert ihn bei der Arbeit und illustriert sein Schaffen in allegorischer wie in praktischer Manier. Und GESCHÖPF fokussiert auf das Ergebnis des Opus Magnum bzw. Großen Werkes – die erfolgreiche Umwandlung eines unedlen Ausgangsstoffes in Gold bzw. die geistige Umwandlung des Adepten, die als Homunculus, Stein der Weisen oder als visualisierter Prozess hin zur alles verändernden Transmutation erscheinen kann. Dabei wird deutlich, dass die Alchemie bis zum heutigen Tage weit mehr ist als eine fantastische Flause von künstlichem Gold: Die Alchemie ist ein Schöpfungsmythos und künstlerischem Schaffen daher wesensverwandt.

Gezeigt werden Gemälde und Miniaturen, Zeichnungen und Druckgrafik, Hängerollen, Handschriften und Laborbücher, Fotografien und Cyanotypien, Chemogramme und Scanografien, Skulpturen, Installationen und Videos, falsche Edelsteine und künstliches Gold, Böttgersteinzeug und Porzellan, Goldrubinglas und Schmuck. Die Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst stammen u.a. von Carl Andre, Joseph Beuys, Fischli/Weiss, Heinz Hajek-Halke, Anselm Kiefer, Yves Klein, Jeff Koons, Alicja Kwade, Bernhard Prinz, Sarah Schönfeld, Gerda Schütte, Harry Smith, Natascha Sonnenschein, Rudolf Steiner und Maria Volokhova.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
06.04.2017 - 23.07.2017

Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Telefon

  • 030-2 66 42 30 40 (Informationen)
  • 030-2 66 42 42 42 (Führungen)

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Beschreibung

U/S Potsdamer Platz
Bus: M29, M41, M48, M85, 200

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